Freies WLAN mit Nebenwirkungen

Kaum ein EuGH-Urteil wurde so erwartet und von den Medien beachtet wie das heute unter der Nummer C‑484/14 geführte Urteil, bei dem es im Grunde um „DIE“ Entscheidung im Rahmen der Anwendung der neuen Gesetzgebung (Telemediengesetz) in Bezug auf die Störerhaftung in Deutschland ging.

Doch weder das zugrundeliegende Telemediengesetz noch das heutige Urteil sorgen für eine eindeutige Klärung des Sachstands. Nach dem heutigen Urteil ist es auch weiterhin für Gewerbetreibende mit einem kaum abschätzbaren Risiko verbunden ein freies WLAN (also ohne die zu vorige Registrierung der Anwender) für Ihre Kunden anzubieten.

wlan-hotspot

Das aktuelle Urteil macht klar, dass WLAN-Anbieter im Falle eines Verstoßes gegen das Urheberrecht selbst nicht direkt haftbar gemacht werden können, aber dass geeignete Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Rechtsverstöße angemessen und verhältnismäßig sein können. Spätestens nach dem ersten gemeldeten „Vergehen“ muss das WLAN dann wieder durch eine Benutzerregistrierung (und gerade die will ja niemand) gesichert werden.

Es bleibt spannend zu sehen, welche Restaurant- und Cafe-Betreiber das Risiko eines freien WLAN´s auf sich nehmen. Die immer noch enthaltenen „Schlupflöcher“ in der Gesetzgebung bergen noch einige Gefahren.

Ist dass das Ende der freien WLANs in der EU?

Einen besonders faden Beigeschmack bekommt das EuGH-Urteil durch die Tragweite der EuGH-Urteile in Bezug auf die gesamte EU. Zwar wurde hier ein Fall verhandelt, der in Deutschland seinen Anfang nahm, aber das Urteil gilt Europaweit. Betroffen ist nun auch das WLAN in der kleinen Taverne auf den griechischen Inseln, das Restaurant in Venedig, die Tauchbasis auf Mallorca und der Strandclub in Portugal. Alle sind unmittelbar von den Auswirkungen dieses Urteils betroffen. Viele dieser sehr nützlichen und bequemen freien WLAN-Netze könnten bald schon wieder verschwinden. Europa scheint so nah und ist doch so fern!

Kommunikation ist in Deutschland zu teuer

Die moderne Kommunikation hält heute unsere Wirtschaft und auch unser privates Tun am Leben. Ohne die modernen Kommunikations-möglichkeiten (Internet/Mobilfunk) würde Deutschland wohl ins Mittelalter zurückfallen. Viele können kaum einen Tag ohne ihr Handy oder ihren Facebook Account ertragen. Doch dass, was wir jeden Tag so hochpreisen, so gerne nutzen und ohne dass wir uns wahrscheinlich ganz anders benehmen und geben würden, ist gerade bei uns in Deutschland viel teurer als in den Nachbarstatten. Die Werbung in Hochglanz-magazinen und in den Werbeblöcken zur Primetime im Fernsehen machen uns glauben, dass diese Kommunikationsmöglichkeiten die besten (und schnellsten) der Welt seien und das zu einem super günstigen Preis.
Die Wahrheit sieht aber leider anders aus!

Die Internetinfrastruktur die in Deutschland aktuell im Einsatz ist, ist mangels rechtzeitiger Modernisierung alt, marode und anfällig für Störungen und Ausfälle. Kupferbasierte System stammen wortwörtlich aus dem letzten Jahrhundert und können nur durch Technische Kniffe und über kurze Distanzen hinweg halbwegs ertragbare Datentransferrate in DSL-Netzen bieten.

Entwicklungsland Deutschland (Internet mit angezogener Handbremse)

Die Regierung hat in den Koalitionsvertrag geschrieben „Bis zum Jahr 2018 soll es in Deutschland eine flächendeckende Grundversorgung von mindestens 50 Mbit/s geben“.  Leider tut sich auf dieser Baustelle nichts! Dazu kommt, dass diejenigen Regierungsvertreter die sich dem Thema hätten annehmen sollen, das leider nie wirklich vorangetrieben haben. Aktuell konzentriert man sich auch lieber auf die bevorstehende Wahl, als auf das was man dem Souverän (also den Bürgern in Deutschland) im Koalitionsvertrag versprochen hat. Es ist wahrscheinlicher, dass die NASA eher eine bemannte Mission auf dem Mars landet, als dass es eine flächendeckende Breitbandversorgung mit 50 Mbit/s in Deutschland gibt.

Für die aktuell am Markt agierenden Unternehmen ist das auch nicht schlimm. So wie es aussieht, wird das Koalitionsversprechen eben nicht umgesetzt. Die Kunden kaufen auch die langsamen Verbindungen und das zu Preisen bei denen sich unsere Nachbarn in den Niederlanden zum Beispiel vor Lachen auf die Beine schlagen. Dort wird das Glasfaserbasierte Breitbandnetz bereits seit Jahrzehnten ausgebaut. Schnelle Verbindungen zu sehr günstigen Preisen sind dort normal.

Im Mobilfunkbereich sieht es in Deutschland leider auch nicht viel besser aus. Die Ballungszentren werden auch hier bevorzugt ausgebaut. Der teure Ausbau „auf dem Lande“ wird auch hier vernachlässigt. So gibt es in Deutschland nach wie vor Bereiche, in denen gängige Funktechniken LTE/4G gar nicht verfügbar sind und selbst das teuerste Smartphone auf eine GSM-Bandbreite mit 9,6 kBit/s umschalten muss (so schnell waren die analogen Modems in den späten 80ern). Das Versenden von Fotos und Videos kann dann bei diesen Geschwindigkeiten gefühlte Ewigkeiten dauern.

Kurios sind auch im Mobilfunkbereich die Preisgestaltungen. Warum sind die Preise in Deutschland im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn so horrend hoch? Liegt das an den vergleichsweise hohen Nettogehältern in Deutschland? Warum greift man den Bürgern in Deutschland so immens tief in die Tasche für Leistungen die man im nahen Ausland für einen Bruchteil bekommen kann. Anscheinend scheint das auch in Deutschland kaum jemanden zu stören. Sind wir es doch seit je her gewohnt hohe Preise für die Kommunikation zu zahlen. Die (Handvoll) Anbieter in Deutschland sind sich auch irgendwie einige in der Preisgestaltung. Jede neue Übertragungstechnologie bietet dann auch gleich die Möglichkeit, die Preise dann nochmals anzuheben.
Dabei fällt dann auch auf, dass das Wort „Flat“ in Deutschland eine ganz andere Bedeutung hat, als auf dem restlichen Planeten.

Flat bedeutet in Deutschland eben nicht Flat!

„Flat“ bedeutet ursprünglich „einen festen Betrag zahlen und dann uneingeschränkt eine Dienstleistung einen Monat lang nutzen können“. In Deutschland wird das Wort Flat besonders im Mobilfunkbereich wie folgt ausgelegt „Man zahlt einen festen Betrag und kannst dann ein vertraglich festgelegtes Datenvolumen (zum Beispiel 3 Gigabyte) im LTE-Netz (zwischen 150 Mbit/s und 600 Mbit/s je nach Hardware und Vertrag) nutzen. Solltest Man dann noch mehr Daten bewegen, drosseln wir die Verbindung auf 64/16 kBit/s.

Im Bereich Mobilfunk fehlt es in Deutschland an einem zusätzlichen Anbieter mit den Qualitäten eines Elon Musk.

Einem Visionär, der es angeht, eine moderne flächendeckende Infrastruktur aufzubauen, um jeden Kunden in Deutschland den Zugang zu Hochleistungsmobilfunknetzen zu vernünftigen Preisen zu ermöglichen. Besonders in diesem Markt würde ein echter „Preisbrecher“ nicht nur die Grundfesten der Mobilfunkbranche erschüttern, sondern auch den sonst so wechselfaulen deutschen Kunden schnell an sich ziehen und mit Sicherheit auch langfristig binden können.

Dank Unternehmen wie die Deutsche Glasfaser GmbH wird der Breitbandausbau in Deutschland privatwirtschaftlich vorangetrieben und das mit dem Ziel gerade die ländlichen Bereiche mit superschnellen Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Hier sollte jeder dem ein Anschluss angeboten wird sofort zuschlagen, denn ob und wann der von der Regierung „angestrebte“ flächendeckende Ausbau stattfindet steht in den Sternen und ob die nächste Regierung die Bestrebungen aus dem aktuellen Koalitionsvertrag fortführen wird darf bezweifelt werden. Vielleicht greift ja hier auch irgendwann die europäische Union regulierend ein, ähnlich wie sie es bereits mit dem Roaming-Gebühren gemacht hat. Faire Kommunikationspreise würden einer europäischen Union gut zu Gesichte stehen und den Bürgern in Deutschland viel Geld einsparen.

Die Routerfreiheit ist da!

Der bislang in Deutschland bestehende Routerzwang wurde mit dem Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) zum ersten August 2016 beendet. Jetzt dürfen auch die Benutzer von Internetanschlüssen endlich den Router ihrer Wahl verwenden und müssen sich nicht mehr vom Provider ein Modell vorschreiben lassen.

Auch Kunden von Glasfaseranschlüssen können nun den bislang vom Provider vorgeschriebenen Router durch ein eigenes Gerät ersetzen. Wer diese Umstellung vornehmen möchte, fragt dazu einfach die benötigten Zugangsdaten bei seinem Glasfaserprovider ab. Wir haben dazu eine Anfrage an unseren Provider gestellt und schon am nächsten Tag alle Informationen auf postalischem Weg erhalten. Zu unserer Überraschung haben wir dabei nichts Neues erfahren. Neben den Kundendaten wurden die aktuell gebuchten Leistungen detailliert aufgelistet. Zusätzlich wurden die Zugangsdaten für das Kundenportal, die Zugangsdaten für den DGTV-Dienst und die Zugangsdaten für den verwendeten SIP-Account aufgelistet. Alles in allem Informationen, die uns als Glasfaserkunden bereits vorlagen.

Bei einem Anruf bei der Glasfaser Service-Hotline wurde uns erklärt, wie die Umstellung erfolgen kann. Zunächst muss man den Anschluss auf „Kundeneigener Router“ umstellen lassen. Diese Änderung nimmt der Provider vor. Der aktuell verwendete Genexis-Router wird dann in den Bridge-Modus umgestellt. Dabei verliert das Gerät alle Routerfunktionen und ist dann auch nicht mehr über das lokale Netz aufrufbar. Auch die WLAN-Funktion des Genexis-Routers entfällt mit dieser Umstellung.

Anschließend kann man dann zum Beispiel eine vorhandene FritzBox z.B. eine 7270 (empfohlen wird die FritzBox 7490) an den 1-LAN-Port des Genexis-Routers anschließen. Die FritzBox erhält über diesen Anschluss dann automatisch Zugang zum Internet. Jetzt kann die FritzBox weiter konfiguriert werden. Für die Konfiguration der SIP-Accounts gibt es bei den Glasfaserprovidern im Netz Anleitungen die man downloaden kann.

Die neue AVM Fritz!Box 7490 ist der Platzhirsch unter den Routern (Quelle: AVM)
Die neue AVM Fritz!Box 7490 ist der Platzhirsch unter den Routern (Quelle: AVM)

Was ändert sich dadurch? Sollte man tatsächlich eine aktuelle FritzBox als eigenen Router verwenden, kann man davon ausgehen ein etwas besseres WLAN zu erhalten. Welche Weiterführenden Funktionen eine FritzBox an einem Glasfaseranschluss bieten wird ist noch unklar. AVM arbeitet nach eigenen Aussagen an zusätzlichen Modellen und Funktionen. Wer Probleme mit der Konfiguration seiner FritzBox oder mit dem Router eines anderen Herstellers hat, kann sich allerdings nicht mehr an seinen Glasfaserprovider wenden. Die Provider müssen (und können) nur Support für ihre eigenen Geräte bereitstellen.

Wer sich unsicher ist, kann bei den Provider-Hotlines nachfragen, ob seine bereits vorhandene FritzBox für die Umstellung geeignet ist.

Fazit: Die Glasfaseranbieter kommen ihrer Informationspflicht ausführlich und schnell nach. Die Service-Hotlines informieren darüber hinaus ausführlich was aktuell im Rahmen des Routeraustauschs geht und was nicht geht. Es bleibt abzuwarten welche Geräte in der nahen Zukunft angeboten werden um die „Standardrouter“ abzulösen und vielleicht werden auch die Glasfaserprovider Router anderer Hersteller anbieten um auch diesen Service anbieten zu können.

Zunehmend mehr Glasfaseranbieter in Deutschland

Die Zahl der Glasfaseranbieter steigt erfreulicherweise derzeit in Deutschland kontinuierlich an. Während die Telekom versucht VDSL anzupreisen und mit bis zu 100 Mbit Geschwindigkeit wirbt, steigen nun auch Anbieter wie zum Beispiel 1und1 in den Breitbandmarkt ein und bieten dabei echte Hochleistungsanschlüsse an.  Einen echten Glasfaseranschluss bietet die Telekom zwar auch an, allerdings sind die Anschlusskosten hier so eklatant hoch, dass diese von der breiten Maße der Normalverbraucher wohl nicht genutzt werden wird.

1und1 bietet in über 250 Städten schnelle Glasfaseranbindungen in Kombination Telefon und Internet an, die gleich mit 500 Mbit Leistung beginnen. 1und1 startet als erster Anbieter mit den aktuellen Angeboten gleich in das Gigabit-Zeitalter. Der Hausanschluss kostet dabei einmalig 1.960 € und der Business 500 Anschluss mit 0,5 Mbit Leistung kostet dann im ersten Jahr 2388 € und danach 3.588 € im Jahr zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Auch diese Anschlüsse richten sich in erster Linie an Geschäftskunden, da die Kosten im ersten Jahr bei gut 4.348 € für den Basisanschluss liegen.

Es kann davon ausgegangen werden, dass 1und1 absehbar auch Glasfaseranschlüsse für Endverbraucher anbieten wird und da 1und1 ein Gigabit-Backbone verfügbar hat, können hier auch durchaus günstige und schnelle Internetanschlüsse angeboten werden. Wir werden sehen was die Zukunft hier bringt.

Mit DGTV die EM und Olympia erleben

dgtv_bild_1
Übersicht der aktuell laufenden Programme im DGTV

Rechtzeitig zu den großen Sportereignissen werben die Pay-TV Anbieter besonders ambitioniert und hartnäckig um neue Kunden. Da in diesem Jahr gleich zwei große Sportereignisse stattfinden, bietet es sich für Glasfaserkunden an, ins DGTV einzusteigen. Das „Fernsehen der Zukunft“ wie es ursprünglich beworben wurde, kann dabei sowohl preislich als auch leistungstechnisch mit den bekannten Pay-TV-Anbietern mithalten. Wer bereits einen Glasfaseranschluss besitzt, kann den Anschluss telefonisch zu seinem Packet hinzubuchen. Zusätzliche Installationen am Glasfaseranschluss sind für das DGTV Angebot nicht notwendig, da es sich hierbei um ein IPTV handelt, bei dem alle notwendigen Informationen für den TV-Empfang über die Glasfaser ins Haus kommen. Es muss lediglich eine DGTV Set-Top-Box an den Fernseher angeschlossen werden und mit dem Glasfaserrouter entweder per Kabel oder per WLAN verbunden werden und schon kann das Fernsehvergnügen starten.

Das DGTV Packet enthält eine Set-Top-Box und die benötigten Kabel für den Anschluss an den Fernseher sowie die benötigte Fernbedienung. Über die Set-Top-Box können natürlich auch die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender genutzt werden. Zusätzlich stehen bereits einige Apps zur Verfügung und es werden ständig mehr.

Mit Neustart, beginnen Sie eine laufende Sendung von vorn. Mit DGTV Go, können Sendungen ganz bequem auf dem Tablet angeschaut werden und die Pause-Funktion hält eine laufende Sendung an.

Mit der Maxdome-App steht hier bereits eine App zur Verfügung die die Nutzung des Maxdome-Angebots ermöglicht. Hierbei entstehen allerdings zusätzliche Kosten falls man nicht bereits ein Maxdome Abo besitzt. Der Programmguide der DGTV Set-Top-Box kann sich mit denen der üblichen (kostengünstigen) Satelliten-Boxen durchaus messen. Die Set-Top-Box bietet eine „Neustart“ Funktion sowie Timeshift für das laufende Programm an. Zusätzlich können Favoriten und Erinnerungen markiert werden. Alles in Allem fehlt hier also nichts, im Gegenteil, das Programmangebot enthält die frei verfügbaren HD-Sender und dank der guten Einstellmöglichkeiten hat man schnell seine persönliche Programmreihenfolge eingestellt.

Mit der zusätzlich im Angebot enthaltenen „DGTV GO“ App kann man die gleiche Bedienoberfläche auf dem iPad nutzen. So wird das iPad zum zweiten DGTV Empfänger was die Anwendung natürlich flexibler macht. Auch hier braucht DGTV den Vergleich mit anderen nicht zu scheuen. Leider steht die wirklich gelungene App nur für das iOS-Betriebssystem zur Verfügung. Hier wäre eine App für Android und eine „universal App“ für das Windows10-System sicher eine große Bereicherung, würde das doch auch jedes Android-Tablett, jeden Windows10-PC und sogar jede Xbox zu einem potentiellen DGTV-Empfänger machen.

Die Deutsche Glasfaser bietet mit DGTV eine gelungene Lösung für den TV-Empfang via Glasfaser. Gewitter und Atmosphärische Störungen können den TV-Empfang hier natürlich nicht stören, was vorteilhaft ist. Darüber hinaus bietet die Deutsche Glasfaser verschiedene Programm-Optionen an. Hier findet man, ähnlich wie bei anderen Anbieter unterschiedliche Programmpakete die Inhalte für jeden Geschmack bereithalten. Hier ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Einen kleinen Nachteil hat das DGTV allerdings aus technischen Gründen gegenüber dem üblichen Satellitenempfang. Da das laufende TV-Signal erst in das Glasfasersystem eingespeist werden muss entsteht ein zeitlicher Versatz beim Empfang. Aktuell beträgt dieser Versatz ca. eine Minute. Wenn Sie also während der Fußball-EM die Nachbarn schon laut jubeln hören, können Sie davon ausgehen, dass in der nächsten Minute ein Tor für Deutschland fallen wird. In der Regel bemerkt man diesen zeitlichen Versatz nur bei den Startzeiten des Programms.

Pro DGTV:
Günstiges Pay-TV Angebot
Umfangreiches Sender Packet (100 TV/75 Radiosender)
An jeder Steckdose (via DLAN/WLAN) TV-Empfang möglich
Unkomplizierter Anschluss und einfache Bedienung
Vergleichbare Funktionen wie beim Satellitenempfang
Übersichtliche Menü- und Programmführung
Regelmäßige Firmware-Updates

Contra DGTV:
Bestehender Glasfaseranschluss ist Voraussetzung
Zeitlich versetzter Programmempfang (ca. 1 Minute)
Keine Aufzeichnungsmöglichkeiten an der Set-Top-Box
Pro Kunde sind aktuell maximal drei Set-Top-Boxen möglich
Go-App leider nur für iOS verfügbar (Android/Windows Universal Apps wünschenswert)

Fazit:
Wer einen Glasfaseranschluss der Deutschen Glasfaser hat, sollte sich das DGTV-Angebot einmal in Ruhe anschauen. Das Preisleistungsverhältnis ist sehr gut und die Programmauswahl vielfältig. Die Set-Top-Box reicht für die aktuellen Funktionen aus, wenn auch ein USB-Anschluss für externe Datenträger und eine Aufnahmefunktion wie es viele Satellitenempfänger bieten noch fehlen. Mit der Einschränkung von drei Boxen pro Kunden dürfte es aktuell wohl kaum Probleme geben. Wir freuen uns schon darauf die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele via Glasfaser zu genießen.

Koalition schafft die Störerhaftung ab

Offene und kostenlose WLAN-Hotspots sind bislang in Deutschland kaum verfügbar. Das liegt an der aktuellen gesetzlichen Regelung zur Störerhaftung. Wer sein WLAN ohne Zugangssperre für dritte zur Verfügung stellt, kann nach dem noch geltenden Gesetz als „Mitstörer“ bei missbräuchlicher Nutzung mit in die Haftung genommen werden. Dass hat dazu geführt, dass viele Restaurant- und Café-Betreiber ihr WLAN nur nach einer vorherigen „Anmeldung“ für Ihre Kunden bereitstellen, um die Haftungsfrage eindeutig zu klären.

wlan-hotspot

Nach langem Herumgezerre und dem Eingreifen der Kanzlerin, haben sich die Koalitionsparteien nun auf einen Entwurf geeinigt, in dem auch private und nebengewerbliche Anbieter (Cafés, Restaurants, Bibliotheken, Einkaufszentren etc.) das „Providerprivileg“ genießen können. Auch die ursprünglich vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten technischen Maßnahmen wie eine Vorschaltseite oder Passwortsperre sind damit vom Tisch.

Mit dieser Regelung werden nun tatsächlich offene WLAN-Hotspots in Deutschland möglich. Schon in der kommenden Sitzungswoche soll im Parlament über die Änderungsanträge entschieden werden. Das geänderte Gesetz könnte dann schon im Herbst in Kraft treten.

In der Region Heinsberg könnten dann, dank des im Kreises gut ausgebauten Glasfasernetzes, überall superschnelle WLAN-Hotspots entstehen die die Nutzer in Cafés, Restaurants und Geschäfte locken.

Bundesnetzagentur bevorzugt Vectoring anstelle des Glasfaserausbaus

Die Bundesnetzagentur hat sich nun, entgegen allen Empfehlungen aus der Wirtschaft für den umstrittenen von der Deutschen Telekom propagierten Vectoringausbau entschieden.

vectoring_box

Dass die mittlerweile umstrittene Vectoring-Technologie in vielen besonders ländlichen Bereichen schneller und kostengünstiger zu realisieren ist als ein vollständig neuer Glasfaserausbau muss der Hauptgrund für die Entscheidung gewesen sein. Jetzt liegt es an der EU-Kommission diesen Plan freizugeben und zu genehmigen. Wenn die EU-Kommission sich ebenfalls für die Vectoring-Technologie entscheidet, könnte das Deutschland weiter zurückwerfen als man sich vielerorts aktuell vorstellen kann.

Der Bundesverband Glasfaserentschluss will nun die Entscheidung der EU-Kommission abwarten. Nur die Glasfasertechnologie kann in Deutschland noch die Weichen auf „Zukunft“ umstellen.

Für die Kunden im ländlichen Bereich wird diese Entscheidung möglicherweise schwerwiegende Folgen haben. Viele Unternehmen benötigen das ultraschnelle Breitbandnetz und einige prüfen sogar, ob die sie ihre Wettbewerbsfähigkeit durch eine Standortverlegung ihres Unternehmens verbessern könnten.

Aber auch Vectoring wird nur „schrittweise“ ausgebaut.

Zum einen plant die Telekom Vectoring zunächst nur in großen Ballungsgebieten auszubauen. Wann der Ausbau „auf dem Land“ erfolgt ist noch offen genauso wie eine Aussage dazu wie schnell das Internet letztendlich auf dem Land nach dem Ausbau sein wird.

 

 

Digitale Strategie 2025

Der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel stellte zur Eröffnung der Cebit in Hannover die „Digitale Strategie 2025“ vor. In dem Papier wird der Breitbandausbau in Deutschland als Basis für die „digitale Transformation“ definiert. In den nächsten 10 Jahren soll dazu ein „Gigabit-Glasfasernetz“ in Deutschland geschaffen werden. Die Kosten für diesen Ausbau werden aktuell grob mit ca. 100 Milliarden Euro veranschlagt. Besonders ländliche Bereiche sollen aber für den Ausbau bezuschusst werden.

Der Bundesverband der Industrie begrüßte das Vorgehen und den Vorschlag des Ministers. Durch die Gigabit-Glasfasernetz-Ausrichtung werde die aktuell im Gespräch befindliche Vectoring-Technologie eindeutig „nur als Übergangslösung“ in Frage kommen.

Bund hilft den Ausbau zu finanzieren

Nachdem der Bund durch den Verkauf von Breitbandlizenzen geschätzte 1,3 Milliarden Euro eingenommen hat, nimmt nun die Förderung des im Koalitionsvertrages formulierten Breitbandausbaus in Deutschland endlich Form an.

Wie teuer der Breitbandausbau in Deutschland letztendlich werden wird, kann heute noch niemand sagen!

Insgesamt will der Bund bis 2018 ca. 2,7 Milliarden Euro in den Breitbandausbau fließen lassen. Bevorzugt sind ländliche Bereiche die unterversorgt sind und in denen bislang keine Unternehmen den Ausbau in Angriff nehmen wollten.

 

 

Bürger und Unternehmen bevorzugen Glasfasernetz

glasfaser_pb

Deutschland möchte in Sachen Digitalisierung ganz vorne mitmischen und mit der Initiative Industrie 4.0 in Sachen Kommunikationstechnik wieder ganz vorne mitspielen, doch die Pläne die dazu aktuell auf dem Tisch liegen sind nicht besonders verheißungsvoll.

Unternehmen in ländlichen Gegenden sind vom lückenhaften Breitbandausbau besonders betroffen und für viele Firmen stellt sich ein langsamer Internetzugang heute bereits als Standortnachteil dar. Es zeigt sich deutlich, dass es egal ist, in welcher Branche man arbeitet, ein langsamer Netzzugang ist eine echte Benachteiligung die unterumständen existenzbedrohende Auswirkungen haben kann.

Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschlandweit das Breitband bis 2018 auf mindestens 50Mbit auszubauen und dafür 2,7 Milliarden Euro bereitgestellt. Experten schätzen allerdings, dass zur Erreichung dieses Ziels, die zehnfache Summe benötigt wird. Die bereitgestellte Summe wirkt bei dieser Betrachtung wie ein Heftpflaster auf einer Wunde die ordentlich operiert gehört.

2,7 Milliarden Euro werden nicht ausreichen, um in Deutschland ein flächendeckendes 50Mbit Netz aufzubauen

Kaum verwunderlich, dass die Telekom da versucht eine neue Nutzungsmöglichkeit für das längst in die Jahre gekommene Kupferkabelnetz ins Spiel zu bringen. Bei allem Wohlwollen, bietet die VDSL-Turbo-Vectoring Lösung nicht das, was die Regierung bis 2018 plant. Die vorgegebenen 50Mbit können nur im (sehr-)Nahbereich stabil erreicht werden, Steigerungen sind bei dieser Technik in der Zukunft nicht zu erwarten und zudem warnt die Monopolkommission schon jetzt vor diesem Geschäftsmodell.

Die Mehrheit der Bürger und Unternehmen wünschen sich einen Glasfaseranschluss. Nur mit dieser Technologie kommt Deutschland wieder zurück ins Geschäft im Industrie 4.0 Konzept. Dazu muss aber deutlich mehr gemacht werden als bislang. Besonders die Industriegebiete müssen flächendecken erschlossen werden um den Standort Deutschland durch moderne Kommunikationsmittel wirtschaftlich abzusichern. Dabei sollte man über den Tellerrand schauen und die im Land aktiven Glasfaserunternehmen unterstützen, sonst wird es auch 2018 noch weiße Flecken auf der Karte für schnelle Internetanschlüsse in Deutschland geben.